
Warum eigentlich neue Klasse? Die Antwort ist recht einfach: Zu Beginn der 1960er-Jahre bestand das Modellprogramm von BMW aus Kleinstwagen – BMW Isetta, BMW 600, BMW 700 – und großen Limousinen wie dem „Barockengel“, dem Modell 501/502/503. Dazwischen klaffte ein Loch im Variantenportfolio der Bayerischen Motoren Werke: Raum für die Neue Klasse.
Die Modellreihe hieß also zunächst nicht offiziell Neue Klasse, doch schon kurz nach der Einführung des BMW 1800 im Jahre 1963 nutzte BMW den Begriff ab 1964 in der Werbung. Durchaus auch selbstbewusst. Denn schließlich war man der Ansicht, mit der Mittelklasselimousine „eine eigenständige und konkurrenzlose neue Klasse geschaffen zu haben“, wie Marc Thiesbürger, Pressesprecher BMW Group Classic, erklärt.
Die Niere:
Die Front der Neuen Klasse wurde geprägt von den Rundscheinwerfern (später gab es auch Modelle mit rechteckigen Lichtern), dem Seitenprofil der Front in Form einer Haifischschnauze und vor allem der senkrecht im Wind stehenden Niere (➜ Lesen Sie auch: Die BMW Niere im Wandel der Zeit).
Diese Neue Klasse sollte – ja musste, das war vor ihrem Start klar – ein Erfolg werden. Grund dafür war die finanziell angespannte Lage des Unternehmens. Nach dem Engagement von Herbert Quandt für BMW im Jahr 1959 lag der Fokus deshalb auf der Entwicklungsarbeit an der neuen Modellreihe, an der intern bereits zuvor gearbeitet wurde. Schon die Präsentation auf der Automobilausstellung 1961 in Frankfurt zeigte, dass den Münchnern mit der Entwicklung der vollkommen neuen Mittelklasselimousine ein großer Wurf gelungen war. Publikum und Fachpresse waren begeistert, die Auftragsbücher füllten sich schnell.
Weitere Infos zu dem Modell findet ihr hier: https://www.bmw.com/de/automotive-life/die-neue-klasse-von-bmw.html